Nix gelernt ist ganz verloren – Militarisierung von Uni und Gesellschaft |9.Mai|18Uhr|Hörsaal 116| Hörsaalgebäude| Biegenstraße

Am 9. Mai findet eine Veranstaltung, organisiert vom AK Zivilklausel Marburg, im Zuge einer bundesweiten Aktionswoche des Zivilklausel-Netzwerks an der Uni Marburg statt. Die Zivilklausel-Bewegung setzt sich für eine Uni ein, in der Forschung, Lehre und Studium für zivile und friedliche Zwecke eingesetzt wird. Jedoch wird dies unterlaufen und die Unis zunehmend militarisiert, wie auch die ganze Gesellschaft peu à peu militarisiert wird. Darum wird es im Vortrag gehen. Der Referent Heinz Klee ist im Ortsvorstand der IGM Frankfurt/ Main und aktiv in der Arbeitsgruppe gegen den Notstand der Republik in der IG Metall Frankfurt und ver.di Frankfurt.

Außerdem trifft sich der AK Zivilklausel immer montags um 18Uhr im PhilFak-Foyer.

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Gewerkschaften zwischen Tarifauseinandersetzungen und europäischen Krisenprotesten

Diskussionsveranstaltung mit Heidi Schroth (IG Metall) und Karin (IL) – 30.4., 20Uhr, Hörsaal des CNMS (Deutschhausstraße 12)

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Zur Kritik des europäischen Krisenmanagements

Veranstaltung von AgF und Krisenbündnis:

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Gewerkschaft, Bewegung – Gewerkschaftsbewegung? Buchvorstellung mit Ralf Hofrogge am 18.04. um 19Uhr im DGB-Haus; Käte-Dinnebier-Saal

Zum Verhältnis von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen in Geschichte und Gegenwart
Gewerkschaften gelten als Rückgrat der ArbeiterInnenbewegung: Sie haben mehr Mitglieder als Linkspartei und SPD zusammen, sie sind als einzige soziale Bewegung in den Betrieben verankert.

Jedoch haben Gewerkschaften seit den 1990er Jahren zahlreiche De-Regulierungen der Arbeitswelt nicht verhindern können, in Politikfeldern außerhalb der Arbeitswelt gab es oft nur symbolische Interventionen.

Viele Linke haben deswegen die Arbeiterbewegung als politischen Akteur ganz aufgegeben und den „Abschied vom Proletariat“ ausgerufen. Andere, wie der Historiker Karl Heinz Roth, machten schon in den 1970ern eine „andere Arbeiterbewegung“ stark, bestehend aus wilden Streiks und unregulierten Betriebskämpfen. Die Gewerkschaften hingegen galten als angepasst, als Teil des Problems.

Vierzig Jahre und eine große Wirtschaftskrise später sind diese Debatten wieder aktuell. Muss das Verhältnis zwischen Gewerkschaft und sozialen Bewegungen neu bestimmt werden, um endlich aus der Defensive herauszukommen?

Um über diese Fragen zu diskutieren haben wir Ralf Hoffrogge eingeladen, Historiker und Autor des 2011 erschienenen Buches „Sozialismus und Arbeiterbewegung“ in der Reihe

Theorie.org:

http://www.theorie.org/titel/655_sozialismus_und_arbeiterbewegung_in_deutschland

Eine Veranstaltung von:

DGB Marburg-Biedenkopf, DGB-Jugend Mittelhessen, AgF Marburg, Arbeit und Leben Marburg, Gruppe dissident, ver.di- Jugend Mittelhessen

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Pelzveredlung und Pelzbekleidung im Vertretungsbereich der IG Metall

Am 07. April findet in Frankfurt am Main wieder die Demonstration ‚‘FRANKFURT PELZFREI'‘ statt. Dort demonstrieren Menschen gegen die Haltung von Tieren zum Zweck der Pelzgewinnung. Dieser Protest findet seit Jahren breiten gesellschaftlichen Rückhalt und geht dementsprechend nicht nur von Tierschutz bzw. -rechtsgruppen aus.
Auch die AgF Marburg ist keine solche Gruppierung. Wir setzen uns als Gewerkschafter_innen aber nicht allein mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen abhängig Beschäftigter auseinander. Wir sind der Meinung, dass Gewerkschaften einen gesellschaftspolitischen Auftrag (und Anspruch) haben (sollten). Folglich begrüßen wir die klare Ablehnung der Atomenergie von Seiten der IG Metall und fordern eine Fortsetzung der kritischen Auseinandersetzung mit dem Wirtschaftszweig Rüstungsindustrie, welche es in der IG Metall gab und gibt.
Auch die Tierhaltung zum Zwecke der Gewinnung von ‚‘Luxusartikeln'‘ muss Gegenstand kritischer Diskussion sein, v.a. in einer Organisation, deren Vertretungsbereich auch die Pelzveredlung und Pelzbekleidung umfasst (vgl. den der Satzung der IG Metall angehängten Organisationskatalog).
Wir halten es nicht für vereinbar, einerseits glaubwürdig für ‚‘den Schutz der natürlichen Umwelt'‘ (Satzung der IG Metall: § 2) einzutreten, und andererseits das Halten und Töten von Tieren zum Zwecke der Gewinnung von ‚‘Luxusartikeln'‘ für legitim zu halten oder auch nur unkommentiert zu lassen. Deshalb fordern wir eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Pelztierhaltung und eine Aufklärung über die damit verbundene ethische Problematik, wie dies in der IG Metall bezüglich anderer Wirtschaftszweige bereits geschieht.

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Buchvorstellung: Die EU in der Krise

Buchvorstellung und Semesterauftakt der Forschungsgruppe Europäische Integration (FEI)

Zeit: 11.04.2012 20:30 h – 11.04.2012 22:30 h
Ort: Café am Grün (Am Grün 28-30, 35037 Marburg)

Weitere Informationen:

Forschungsgruppe, Staatsprojekt Europa (Hrsg.):
Die EU in der Krise: Zwischen autoritärem Etatismus und europäischem Frühling
im Auftrag der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung
2012 – 165 Seiten – € 15,90
ISBN: 978-3-89691-898-7

EU in der Krise
Der europäische Integrationsprozess wird durch eine massive ‚Vielfachkrise‘ erschüttert: die Euro-Krise und Staatskrisen, nicht nur in Griechenland, die Krise des politischen Integrationsprozesses, der Legitimationsverlust der EU sowie das völlige Fehlen eines neuen populären europäischen Projektes: Vor dem Hintergrund des arabischen Frühlings und weltweiter anti-neoliberaler Proteste eskalieren in der europäischen Peripherie die sozialen Kämpfe gegen eine Abwälzung der Krisenfolgen nach unten und für eine weitgehende Demokratisierung der Gesellschaft. Der Beitrag der sozialwissenschaftlichen ‚Europaforschung‘ zum kritischen Verständnis dieser Entwicklungen ist marginal. Auch herrschaftskritische Ansätze haben die Bedeutung der EU lange unterschätzt. Der vorliegende Band der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) reagiert auf diese Leerstellen, greift die Diskussionen der kritischen Europaforschung auf und entwickelt sie weiter. Im Rahmen einer intersektionalen Kapitalismusanalyse untersuchen die Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven Hintergründe und Dynamik der Krise und diskutieren emanzipatorische Strategien für ein anderes Europa.

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Marburg kriegt die Krise

In Marburg hat sich ein Krisenbündnis aus verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen gegründet. Das Krisenbündnis bietet den Rahmen sich über schon geplante Aktionen und Veranstaltungen zur Krise auseinanderzusetzen, sich zu informieren, Handlungsperspektiven zu diskutieren und vor allem selbst aktiv zu werden. Als Fixpunkt für die Arbeit des Bündnisses gelten dabei die großen Demos und Aktionstage gegen die Krise und die Politik der Troika am 31.März (Demo) und 17.-19.Mai (Aktionstage) in Frankfurt/Main.

Das nächste Treffen findet am 12.3.2012 um 19 Uhr im DGB-Haus (Bahnhofstraße 6) statt. Alle Interessierten sind eingeladen.

weitere Infos gibt es bald auf www.krise-marburg.org
Infos zu den europaweiten Aktionen: www.european-resistance.org

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Die Care-Seite der Krise |5.3.2012|18.15Uhr|Trauma im G-Werk

Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung zum in­ter­na­tio­na­len Frau­en­tag

„Wenn aus der be­ruf­li­chen Kar­rie­re nichts wird, kannst du immer noch zu Hause blei­ben und dich um Kin­der, Haus­halt und Oma küm­mern.“ Sol­che Äu­ße­run­gen hört Frau trotz über 100 Jah­ren frau­en­be­weg­ter Kämp­fe und Be­we­gun­gen immer noch in ihrem All­tag. Seit neus­tem wer­den sie er­gänzt durch Aus­sa­gen wie, „naja, wenn Oma nicht mehr kann, dann be­kommt sie halt eine 24h-​Po­lin zur Un­ter­stüt­zung.“ Dies of­fen­bart, dass Pfle­ge-​ und Sor­ge­ar­bei­ten (auch Ca­re-​Ar­bei­ten ge­nannt) nach wie vor nicht als ge­sell­schaft­lich not­wen­di­ge und kom­ple­xe Ar­bei­ten an­er­kannt wer­den. Und es of­fen­ba­ren sich auch glo­ba­le Un­gleich­ge­wich­te bei der Er­le­di­gung die­ser Ar­bei­ten sowie un­ter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, diese Ar­bei­ten ab­zu­de­le­gie­ren, je nach­dem wie viel das ei­ge­ne Porte­mon­naie so her­gibt. Eines der Sym­pto­me der kri­sen­haf­ten Ent­wick­lun­gen sind die so­ge­nann­ten „Ca­re-​Chains“ (Pfle­ge­ket­ten).

Die ak­tu­el­le Dis­kus­si­on ums Schrö­der­sche Be­treu­ungs­geld, auch „Herd­prä­mie“ ge­nannt, sowie die Aus­wei­tung der Ar­beit­neh­me­rIn­nen­frei­zü­gig­keit auf Ar­beits­kräf­te aus Ost­eu­ro­pa zum 1. Mai 2011 ma­chen deut­lich, wie Ca­re-​Ar­beit in der BRD durch die Nut­zung von Un­gleich­hei­ten zwi­schen Frau­en aus ver­schie­de­nen Schich­ten und Län­dern wei­ter pri­va­ti­siert und pre­ka­ri­siert wer­den soll. Und im Zuge der Krise soll be­son­ders da ge­spart wer­den, wo Deutsch­land kein Ex­port­welt­meis­ter ist, näm­lich bei der Pfle­ge-​ und Sor­ge­ar­beit.

In der Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung möch­ten wir uns ge­nau­er an­schau­en, wie die Ar­beits-​ und Le­bens­be­din­gun­gen der Ca­re-​Ar­bei­te­rIn­nen sich aus einer in­ter­na­tio­na­len, fe­mi­nis­ti­schen Per­spek­ti­ve ak­tu­ell dar­stel­len und wel­che Or­ga­ni­sie­rungs­ver­su­che es gibt, hier Ver­bes­se­run­gen her­bei­zu­füh­ren.

Das Ziel der Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung ist, die in­ter­na­tio­na­len Bei­spie­le auch für lo­ka­le Kämp­fe in Mar­burg hand­hab­bar zu ma­chen. Denn auch die Uni Mar­burg be­tei­ligt sich am ak­tu­el­len Kri­sen­trend des Spa­rens, wenn sie bei den oh­ne­hin schon zu Nied­rig­löh­nen out­ge­sourc­ten Rei­ni­gungs­kräf­ten noch mal auf bil­li­ge­re An­bie­ter zu­rück­greift. So will die Uni auf Kos­ten der Ar­beits-​ und Le­bens­be­din­gun­gen der Rei­ni­gungs­kräf­te sowie der Qua­li­täts­stan­dards bei der Rei­ni­gung, noch ein paar Euro mehr spa­ren.

8. März jeden Tag! Für mehr fe­mi­nis­ti­sche Be­we­gun­gen jetzt, hier und über­all!
Re­fe­ren­tin­nen // Anna Stie­de: „Am Bei­spiel Ita­li­en wird deut­lich, dass die in­for­mel­le Be­schäf­ti­gung mi­gran­ti­scher Ar­beits­kräf­te in den Pri­vat­haus­hal­ten ein wich­ti­ger Pfei­ler der Öko­no­mie ist.“ // Silke Cho­rus: „Kämp­fe um Ca­re-​Ar­beit krat­zen di­rekt oder in­di­rekt an ka­pi­ta­lis­ti­schen und pa­tri­ar­cha­len Struk­tu­ren. Dies ex­pli­zit zu ma­chen, ist eine mög­li­che Res­sour­ce im Kampf um deren Auf­wer­tung.“ // Saida Res­sel: „Die feh­len­de An­er­ken­nung von Ca­re-​Ar­beit wird in Spa­ni­en durch ihren Aus­schluss vom all­ge­mei­nen Ar­beits­recht deut­lich. Ge­werk­schaf­ten konn­ten daran bis­her wenig än­dern, be­rich­ten mi­gran­ti­sche Ca­re-​Ar­bei­te­rin­nen der Selbst­or­ga­ni­sie­rung Se­doac.“

Eine Ver­anst­la­tung von:
Grup­pe d.i.s.s.i.d.e.n.t.
AgF Ar­beits­ge­mein­schaft für ge­werk­schaft­li­che Fra­gen
ver.​di Ju­gend Mit­tel­hes­sen
DGB Ju­gend Mit­tel­hes­sen
DGB Re­gi­on Mitte­hes­sen
Sti­pen­dia­tIn­nen Grup­pe der Hans-​Böck­ler Stif­tung
Zen­trum für Gen­der Stu­dies & fe­mi­nist­sche Zu­k­unts­for­schung
Trau­ma im G-​Werk
AStA Mar­burg

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Dresden Nazifrei-Demo

Trotz turbulenter Anreise aufgrund eines geplatzten Reifens und einigen wenigen stark alkoholisierten Mitreisenden hat sich die AgF letzten Samstag über eine gemütliche Demo in Dresden gefreut.
Wir finden es klasse, dass keine Nazis dort waren und sich die Polizei erstaunlich zurückhaltend und deeskalierend präsentiert hat. Dies ist mit Sicherheit als Erfolg der Skandalisierung der Repression durch Dresden Nazifrei zu werten.
Dass wir mit ca. 10.000 Antifaschist_Innen zusammen gegen die „Sächsischen Verhältnisse“ demonstrieren konnten, ist vielleicht ein Zeichen für die Richtung in die es mit der Demokratie in Sachsen gehen kann, soll und muss!

An dieser Stelle auch Vielen Dank an die Organisator_Innen der Busse aus Marburg!

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Prekär beschäftigt? – Verrückt kämpfen! – Diskussionsveranstaltung mit Ingrid Artus; Montag 06.02., 14:00 Uhr; Raum CNMS 00A03 (Deutschhausstraße 12)

Prekäre Arbeitsverhältnisse sind längst kein Randphänomen mehr. Sie sind in der Mitte der Arbeitswelt angekommen. Ob im Dienstleitungssektor, bei öffentlichen Stellen oder in der klassischen Industrie: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse weiten sich aus. Es fällt auf, dass vor allem Frauen von solchen Beschäftigungsverhältnissen betroffen sind. Ein Beispiel vor der eigenen Haustür sind die Reinigungskräfte der Uni Marburg. Im letzten Jahr verschlechterten sich deren Arbeitsbedingungen massiv.

Prekär Beschäftigte haben selten die Möglichkeit ihre Interessen lautstark zu vertreten und auch bei Gewerkschaften standen sie in der Vergangenheit vor verschlossenen Türen. Dennoch haben in den letzten Jahren VerkäuferInnen bei Lidl und Schlecker mit ihren – oft sehr kreativen – Arbeitskämpfen auf sich aufmerksam gemacht.

Wie es dazu kommt, dass prekär Beschäftigte ihre „verrückten Kämpfe“ (Artus 2008) aufnehmen, wie diese aussehen und unter welchen Voraussetzungen sie stattfinden, wollen wir mit euch und Prof. Dr. Ingrid Artus diskutieren. Sie forscht und lehrt zu diesem Thema an der Friedrich Alexander Universität Nürnberg-Erlangen.

Diskussionsveranstaltung mit Ingrid Artus (Friedrich Alexander Universität Nürnberg-Erlangen)
Montag 06.02., 14:00 -16:00 Uhr
Raum CNMS 00A03 (Deutschhausstraße 12)
Arbeitsgemeinschaft für gewerkschaftliche Fragen

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