Hospi-Ak im WS 09/10

Work, buy, eat, die ?!

Ihr habt es satt dass euch Konsumpotenz als Freiheit, Fernsehquizshows als wahre Bildungsinstitutionen und Militäreinsätze als Frieden stiftend verkauft werden?

Lasst euch kein € für ein F vormachen! Es gibt auch ohne Hippieklamotten oder 68er-Intellektuellen-Habitus Menschen, die sich mit Lösungsansätzen für tatsächliche soziale Probleme beschäftigen!

Was?

Der HospitantInnen-Arbeitskreis ist seit langer Zeit eine Institution, die Studierende auf (gewerkschaftliche) Bildungsarbeit vorbereitet. Von vielen Studis wird er auch als einmalige Möglichkeit genutzt, sich im politischen Bereich mit „linken“ Themen fortzubilden. Einen Kanon gibt es hierbei nicht, wichtig ist uns, dass das Programm partizipativ erarbeitet wird und die Diskussionen selbstbestimmt innerhalb der Gruppe geführt werden. Themen können sein:

* Geschichte der ArbeiterInnen- und Gewerkschaftsbewegung

* Grundlagen der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft

* Grundlagen von Neoliberalismus und regelmäßig auftretenden Finanzkrisen

* Rassismus, Antisemitismus und Sexismus, die Zusammenhänge dieser Unterdrückungsverhältnisse untereinander sowie mit der kapitalistischen Produktionsweise

* Probleme und Perspektiven von Gewerkschaften heute; aktuelle Herausforderungen (Globalisierung, neue Managementstrategien, neue Arbeitsformen)

* Politische Bildungsarbeit inner- und außerhalb von Gewerkschaften

* Didaktik und Methodik der politischen Bildungsarbeit sowie die Verbindung dieser Arbeit mit politischen Themen und Forderungen

Die Teilnahme verpflichtet natürlich zu nichts und ist kostenlos.

Wann?

Meistens findet der Ak nur im Wintersemester statt, hin und wieder aber auch im Sommersemester. Das erste Treffen findet in jeder ersten Semesterwoche Donnerstags um 20 Uhr im Eingangsbereich der PhilFak statt. Dort werden die weiteren Termine sowie ein grober Fahrplan besprochen. Der genaue Termin wird einige Wochen vor Semesterbeginn auf dem AgF-Blog veröffentlicht, außerdem gibt es Flyer in der Mensa – also: Augen auf!

Im Programm enthalten sind nicht nur wöchentliche Treffen bis Semesterende, sondern auch eine abschließende und berühmt-berüchtigte Hospi-Ak-Woche in den Semesterferien.

Wer?

In jedem Fall teamen Leute aus der Arbeitsgemeinschaft für gewerkschaftliche Fragen (AgF) den Hospi-Ak; das können Studis sein, die selbst noch relativ neu sind in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit oder eingearbeitete GewerkschafterInnen mit breiter Erfahrung. Für euch hat das den Vorteil, dass ihr mit einer Welt in Berührung kommt, die der Otto-Normal-Studi nicht kennt oder auch ignoriert: der Welt der Gewerkschaften, Betriebe und Märkte. Aber auch „profanere“ Vorteile lassen sich aus dem Hospi-Ak ziehen: Das Material, die TeamerInnen sowie die Seminare (auch die Hospi-Ak-Woche im Gewerkschaftshaus bei voller Verpflegung!) werden von IGMetall und DGB finanziert.

Wohin?

Hospitieren („zu-Gast-sein“) bedeutet eigentlich der Besuch einer Veranstaltung, die nicht Teil des eigenen Stundenplans ist. Du wirst jetzt denken: „Als Studis wird sowieso von uns erwartet, dass wir uns selbst um unsere Karriere kümmern, aber noch zusätzlich zum stressigen Studium außeruniversitäres Engagement…?“ – Recht hast du! Warum also nicht gleich nur das nötigste für eine Uni tun, in der Leistungsdruck und Gleichschaltung immer normaler werden?

Gefragt sind die etwas anderen Modelle von Lernen und eine gemeinsame Entwicklung! Entweder stehen wir zusammen oder wir lassen uns von dieser Gesellschaft fressen. Und genau das ist der Gedanke von Gewerkschaften: Solidarität! In den Gewerkschaften öffnet sich auch langfristig gesehen eine Perspektive: Bildungsarbeit gibt es in jeder Einzelgewerkschaft in unterschiedlichen Formen mit anständiger Bezahlung, und darüber hinaus gibt es selbstverständlich auch einen Haufen Arbeit.

Damit es mit arbeiten, einkaufen, essen und sterben nicht getan ist!

Bei Fragen etc. könnt ihr euch gern an das Team wenden: hospi-ak@agf-marburg.de

NOTE: Das erste Treffen des Hospi-Ak dieses Semester findet am Donnerstag, den 15. Oktober um 20 Uhr im Foyer der Philosophischen Fakultät statt!! Danach is gemeinsames Feiern im Trauma angesagt ;-)

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